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Hintergrundinformationen zum Bundesprogramm zur Einführung des Freiwilligendienstes aller Generationen 2009-2011

Der Freiwilligendienst aller Generationen wurde 2009 auf Beschluss des Deutschen Bundestages eingeführt und in den ersten drei Jahren durch ein Bundesprogramm vom Bundesfamilienministerium gefördert. Inhalt der Förderung waren sogenannte Leuchtturmprojekte, Qualifizierungsangebote für die Freiwilligen sowie Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Träger und Kommunen, die den neuen Freiwilligendienst einführen wollten.
In Schleswig-Holstein förderte der Bund von 2009-2011 folgende Bausteine:

Leuchtturmprojekte
Als Leuchtturmprojekte wurden das nordfriesische Bürgernetzwerk „Generationen handeln“ , das Freiwilligenzentrum „mittenmang“ mit Sitz in Schleswig sowie das Lübecker „Bürgerkraftwerk ePunkt“ gefördert.
Neben diesen drei Bundesleuchtturmprojekten gab es noch zwei Landesleuchtturmprojekte, die vom schleswig-holsteinischen Sozialministerium gefördert wurden. Die Auswahl fiel dabei auf das Mehrgenerationenhaus „Oberstadttreff“ in Geesthacht sowie auf die Suchtberatungsstelle „Selbsthilfe hilft“ in Elmshorn.

Qualifizierungsangebote
Der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. übernahm gemeinsam mit dem Ehrenamtsbüro „nette Kieler“ die Entwicklung und Bereitstellung von Qualifizierungsangebote. Ein 60stündiges Curriculum mit verschiedenen Modulen wurde entwickelt und an verschiedenen Volkshochschulen im Land den Freiwilligendienstlern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Träger und Kommunen (das Mobile Kompetenzteam)
Das sogenannte Mobile Kompetenzteam stand unter der Leitung des Deutschen Instituts für Sozialwirtschaft (www.institut-sozialwirtschaft.de) und beriet Kommunen und Träger, die den Freiwilligendienst aller Generationen einführen wollten. Es fanden Workshops zu verschiedenen Aspekten des Freiwilligenmanagements statt, eine Fortbildung für Ehrenamtskoordinatoren wurde entwickelt und angeboten sowie Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Die Leitung des Mobilen Teams besetzte für die Laufzeit des Bundesprogramms zusätzlich die Geschäftsstelle der Freiwilligendienste aller Generationen im schleswig-holsteinischen Sozialministerium.

Das Bundesprogramm zur Einführung des Freiwilligendienstes aller Generationen endete im Dezember 2011. Nach Einführung des Bundesfreiwilligendienstes erfolgte keine weitere Förderung für den Freiwilligendienst aller Generationen durch den Bund.

Er hat jedoch in einigen Bereichen seinen Platz in der Engagementlandschaft gefunden und wird auch zukünftig eine ergänzende (von den Trägern selbst finanzierte) Alternative zu den übrigen Freiwilligendiensten und anderen Formen des ehrenamtlichen Engagements sein.