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Grundlegende Informationen zur Arbeit für und mit Gefllüchteten

Ehrenamtliches Engagement hat in Schleswig-Holstein eine lange Tradition. Auch für die Belange von Geflüchteten setzen sich schon seit langer Zeit Menschen ein und initiieren Projekte für sie und mit ihnen. Da im Laufe der vergangenen Jahre das bürgerschaftliche Engagement in diesem Bereich stark angestiegen ist, kommen auch viele Menschen zum ersten Mal mit dieser freiwilligen Tätigkeit in Berührung. Wie bei jeder anderen Form des Engagements ist es nützlich, mit den vorhandenen, grundlegenden Informationen vertraut zu sein und von anderen, bereits gemachten Erfahrungen profitieren zu können. Dazu dienen auch die beiden nachfolgend beschriebenen Internetseiten des Landes sowie die anschließend aufgeführten Broschüren, die die Arbeit für und mit Geflüchteten aus unterschiedlichen Sichtweisen beleuchten.

Internetseiten des Landes:

  • www.willkommen.schleswig-holstein.de
    Diese Internetseiten bieten Flüchtlingen, haupt- und ehrenamtlich Engagierten sowie der interessierten Öffentlichkeit ein umfangreiches Informationsangebot in sechs Sprachen (Deutsch, Arabisch, Farsi, Englisch, Russisch und Tigrinya/ Eritrea). Informationen und Ansprechpartner erfährt man aus über 100 Fragen und Antworten, ein Viertel davon zu Beratung, Betreuung und Ehrenamt. Weitere Themen reichen von Asylverfahren und Deutschkursen über Bildung und Arbeit bis hin zu Wohnen und Baurecht. Weiterer Service: Dolmetschersuche, Wörterbücher und Icons, Gesetze, Erlasse, Verordnungen und Richtlinien, Integrationsbeispiele und Initiativen, Broschüren und Leitfäden, Formulare und Anträge, Anamnesebögen, Download von Plakaten und Motiven, aktuelle Meldungen, Veranstaltungskalender.
  • www.ich-helfe.sh
    Die landesweite Hilfsplattform bringt Bedarfe und Angebote in der Flüchtlingshilfe zusammen. Initiativen, Institutionen und Organisationen, die ehren- oder hauptamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, können sich darstellen und ihre Bedarfe angeben – und damit landesweit öffentlich machen. Freiwillige Helfer können feststellen, in welchen Orten welche Unterstützung benötigt wird, und diese dann direkt anbieten. Auf diesem Weg können regionale Initiativen auch Hilfe aus anderen Landesteilen erhalten. Das Angebot befindet sich fortlaufend im Aufbau. Gesucht werden Sach-, Zeit- und Sprachspenden. Die Bandbreite reicht von Bekleidung, Haushaltsgeräten oder Möbeln bis hin zu Behördengängen, Kinderbetreuung oder Transportfahrten.

Broschüren:

  • Leitlinie der schleswig-holsteinischen Landesregierung ist es, Flüchtlings- und Integrationspolitik zusammen zu denken. Eine gute und effiziente Aufnahme von Geflüchteten setzt aus Sicht der schleswig-holsteinischen Landesregierung  ein Zusammenspiel der Aktivitäten der zuständigen Behörden und der anderen am Aufnahmeprozess beteiligten Akteure voraus.  Zivilgesellschaftliches Engagement ist da besonders wirkungsvoll, wo es das Handeln anderer sinnvoll ergänzt. Eine gelingende Aufnahme ist in jedem Fall ein Gewinn für Schutzbedürftige, Land und Kommunen. Mit dem „Leitfaden für eine gute Aufnahme von Flüchtlingen" möchte das Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten den Akteuren bei der Flüchtlingsaufnahme und allen Interessierten einen Überblick über die diesbezüglichen Zuständigkeiten und Fragestellungen sowie Anregungen für eine „gute Aufnahme“ geben.
  • Auf der Webseite des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein e.V. können Sie die Broschüre „Flüchtlingshilfe konkret“ als PDF-Datei kostenlos herunterladen. Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die Situation, die Hintergründe und mögliche Unterstützungen von Flüchtlingen. Das Kapitel „Chancen und Grenzen der ehrenamtlichen Unterstützung“ finden Sie auf den Seiten 56 bis 66.
  • Das Diakonische Werk Schleswig-Holstein und die evangelisch-lutherische Kirche in Norddeutschlandhaben einen „Leitfaden für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ herausgegeben. Der Leitfaden basiert auf den Erfahrungen, die Gemeinden in der Flüchtlingshilfe gemacht haben und er möchte einige wesentliche, bewährte Bausteine zusammenführen. Die Broschüre kann auf der Webseite des Diakonischen Werkes Schleswig-Holstein kostenlos als  PDF-Dokument heruntergeladen werden.
  • Auf der Webseite des Erzbistums Hamburg können Sie die gemeinsam mit der Caritas erstellte Broschüre„Orientierungen und Anregungen für Gemeinden und kirchliche Einrichtungen“ als PDF-Datei kostenlos herunterladen. In dieser Broschüre werden einige Möglichkeiten vorstellen, welche als Anregung für die Arbeit mit Flüchtlingen vor Ort dienen können.
  • Die Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin zu Umfang, Art und strukturellen Schwierigkeiten beim ehrenamtlichen Engagement für Flüchtlinge finden Sie als kostenloses PDF-Dokument auf der Seite des Institutes
  • Auf der Webseite des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) können Sie die Broschüre „DRK-Flüchtlingshilfe – ein Leitfaden für das DRK in Schleswig-Holstein“ als PDF-Datei kostenlos herunterladen. Die Broschüre fasst das Wissen, die Erfahrungen und die Hinweise von Menschen, die schon in ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen tätig sind bzw. diese selbst gegründet haben, zusammen
  • Die Bundesagentur für Arbeit hat zwei Veröffentlichungen herausgebracht: "Potentiale nutzen - geflüchtete Menschen beschäftigen" und "Praktika und betriebliche Tätigkeiten für Asylbewerber und geduldete Personen".
  • Vorhof, Friederike, "Integration und Flüchtlingshilfe fördern lassen", 2. Aufl., Berlin, Januar 2017 Das Buch gibt einen Überblick von Stiftungen und Fonds in Deutschland, die Integration und Flüchtlingshilfe fördern oder sich in diesen Bereichen engagieren.

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