Skip to main content

Weitere „Nacht-Raben“ gesucht

Erste Bilanz des ehrenamtlichen Jugenschutzprojektes fällt positiv aus

Wenn sich Doris Riemann, Thorsten Kötter und Peter Schmidtke am Wochenende spät abends treffen, dann gehen sie, wie viele andere auch, dorthin, wo was los ist. Sie suchen aber auch die eher stillen Orte auf, wo sich in den Abendstunden Jugendliche treffen. Das können Park- und Sportanlagen, Schulgrundstücke oder auch Kinderspielplätze sein. Das Trio ist sofort zu erkennen, denn alle tragen blau-gelbe Jacken, auf denen das Wort „Nacht-Raben“ zu lesen ist. „Nacht-Raben“ ist der Name eines Jugendschutzprojektes, das der Kriminalpräventive Rat der Stadt Schleswig in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendschutz des Kreises Schleswig-Flensburg seit April 2006 in Schleswig und dem Umland durchführt. Doris Riemann, Thorsten Kötter und Peter Schmidtke sowie weitere knapp 20 Erwachsene haben sich in den Dienst dieser guten Sache gestellt und unterstützen ehrenamtlich das Projekt. Sie wollen Jugendlichen helfen, wenn Hilfe nötig ist, und deshalb suchen die „Nacht-Raben“ die Nähe zu den jungen Menschen. Ihr Rat ist auch durchaus gefragt, das ist bereits bei den ersten Einsätzen deutlich geworden. Allein durch das miteinander Reden konnte Vertrauen zu den Jugendlichen aufgebaut werden. Ausnahmecharakter hatten bisher die Fälle, in denen für einen Jugendlichen ein Krankenwagen infolge übermäßigen Alkoholgenusses herbeigerufen werden musste. Ein Einschalten der Polizei, etwa wegen beobachteter Prügeleien, war bisher nicht nötig.

Die Arbeit der „Nacht-Raben“ ist ein Angebot an Jugendliche, das – so die bisher gesammelten Erfahrung – gern angenommen wird. Der Bekanntheitsgrad der „Nacht-Raben“ steigt ständig und nicht selten hören die Ehrenamtler bei ihrem Eintreffen die Jugendlichen rufen: „Wir haben schon auf euch gewartet.“ Bevor die Ehrenamtler innerhalb der Dreier-Teams Verantwortung übernehmen, werden sie durch mehrere abgestimmte Ausbildungseinheiten auf ihre Einsätze vorbereitet.

Das Jugendschutzprojekt lebt von der Bereitschaft der Eltern und verantwortungsvoller Erwachsener, sich in den Dienst dieser guten Sache zu stellen. Gesucht werden weitere Interessierte, die die „Nacht-Raben“ unterstützen möchten. Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung: Maren Korban (Tel. 04621/31321) und Rainer Raup vom Kriminalpräventiven Rat der Stadt Schleswig (04621/814320).

Einzelheiten zum Jugendschutzprojekt unter www.nachtraben.info

Das Projekt wird vom Land Schleswig-Holstein finanziell unterstützt.