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Lebensraum Schulhof

Im Rahmen dieses Modellprojektes wurden mit Hilfe von engagierten Schülern, Lehrern und Ehrenamtlichen, der Landesregierung Schleswig-Holstein sowie Sach- und Arbeitsspenden regionaler Baufirmen Schulhöfe von den herkömmlichen „Betonwüsten mit Tischtennisplatte“ in blühende Landschaften umgewandelt.

Ziel des Projektes "Lebensraum Schulhof" ist die Förderung der Identifikation der Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern mit dem Lernort Schule und Verbesserung der Lern- und Lebensqualität in den beteiligten Schulen. Im Mittelpunkt stehen hierbei die sozialen, pädagogischen und demokratischen Potenziale, die der Prozess der Schulhofumgestaltung in einen Naturraum erfahrungsgemäß freisetzt.

Als Teil der Landesnachhaltigkeitsstrategie „Zukunftsfähiges Schleswig-Holstein“ wurde das Modellprojekt Lebensraum Schulhof von fünf Ministerien finanziell und konzeptionell unterstützt. Dieses ressortübergreifende landespolitische Interesse verdeutlichte, dass die mit einer Schulhofumgestaltung einhergehenden Qualitätsverbesserungen die Zielsetzung der unterschiedlichen Zukunftsfelder der einzelnen Ministerien widerspiegeln. Die positiven Auswirkungen auf den Schulalltag und auf das soziale Klima bei den beteiligten Schulen waren sehr vielfältig.

Den handelnden Akteuren wurde die Kompetenz vermittelt, sich verantwortlich bei der Planung und bei Entscheidungen zur Gestaltung ihrer Lebensräume und der Regelungen ihres Schulalltags einzumischen und mitzubestimmen. Die Kinder und Jugendlichen lernten nicht ausschließlich für die Schule, sondern vor allem für das Leben. Insofern lieferte dieses Vorhaben nicht nur einen Beitrag zur gesellschaftspolitischen Bildungsdiskussion, in der u.a. mangelnde Alltagskompetenz der Schülerinnen und Schüler beklagt wird. Es kam auch der Forderung nach, Bildung für nachhaltige Entwicklung zu fördern, bei der neben ökologischem, ökonomischem und sozialem Wissen auch Bewertungs- und Handlungskompetenz sowie Partizipation eine herausragende Rolle spielen. Über die friedliche Lösung von Konflikten sowie die Durchsetzung mehrheitsfähiger Interessen wurde demokratisches Handeln geübt. Partizipation an der Gestaltung des eigenen Lebensraumes trat an die Stelle von aggressivem und teilnahmelosem Verhalten auf asphaltierten Pausenhöfen, sodass dieses Projekt einen Beitrag zur Gewaltprävention liefert. Durch das ehrenamtliche Engagement der Eltern sowie der Bürgerinnen und Bürger aus dem sozialen Umfeld der Schule präsentierte sich die Schule als demokratischer Lebensraum, in dem durch eigenes aktives Handeln ein Beitrag zum Gemeinwohl geliefert wird.

Das Modellprojekt „Lebensraum Schulhof“ wird dem Nachhaltigkeitsanspruch gerecht, wenn die entwickelten praxiserprobten Konzepte, Methoden und Techniken über den Projektzeitraum hinaus einer großen Anzahl von Schulen im Land zur Verfügung gestellt wird.

Mehr Informationen: www.lebensraum-schulhof.de