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Berater Heimmitwirkung

Heimmitwirkung wird durch ehrenamtliche Berater erst schön und wirksam.
Es genügt nicht, zu wollen, man muss auch anwenden, sagt schon Goethe.
Es genügt nicht, ein neues Heimgesetz mit erheblich erweiterten Rechten für die Heimmitwirkung der Bewohner in Altenwohnheimen und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung zu erlassen, sondern man muss auch die Anwendung ermöglichen und wollen. Und mit diesem Wollen meint es das Land Schleswig-Holstein sehr ernst. Das Sozialministerium in Kiel hat bereits 2001 ein Qualifizierungskonzept zur Umsetzung der erweiterten Mitwirkungsrechte entwickelt: das Programm Berater Heimmitwirkung.
Bei diesem Programm geht es im Wesentlichen darum, Mitbürger aller Altersstufen so zu schulen, dass sie die Möglichkeiten und Chancen des Gesetzes an die gewählten Heimbeiräte weitergeben können. So nennen sich die Berater Heimmitwirkung auch einfach Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

Die aktuellen Probleme bei der Heimbeiratsmitwirkung sind bekannt:

  • altersbedingte gesundheitliche Beeinträchtigung und hohe Fluktuation des Heimbeiratsstyle
  • Defizite im Informationsfluss innerhalb und außerhalb des Wohnheimes
  • Verlagerung von Entscheidungen des Heimbetriebes auf Ebenen außerhalb des Heimes
  • fehlende fachliche Vorbereitung und Anleitung für die Aufgabe als Heimbeirat
  • teilweise nur halbherzige Unterstützung durch die Heimleitung bzw. durch den Träger.

Hier sollen die Berater Heimmitwirkung einspringen und den Heimbeiräten, den Heimfürsprechern und den wählbaren externen Personen bei der Umsetzung der Heimmitwirkungsverordnung vom 1. August 2002 helfen. Sie wollen keine Heimbeiräte in ihrer Funktion ersetzen. Sie sind kein Hilfsorgan der Heimaufsicht, keine Ersatzheimaufsicht! Was wollen sie dann?

Multiplikatoren wollen

  • fach- und sachkundige Berater für die Heimbeiräte sein
    Wissen vermitteln und ggf. aktualisieren
  • Zuhörer und Ansprechpartner für die Heimbeiräte sein
    konkrete Hilfestellung wie z.B. Organisationshilfen geben
  • "Dolmetscherfunktion" übernehmen
  • den Heimbeirat bei seiner Vermittlerrolle zwischen Bewohner und Heimleitung/Träger unterstützen
  • zur Übernahme von Aufgaben als Heimbeirat ermuntern.

Um diese Aufgaben übernehmen zu können, hat das Sozialministerium erstmals im Jahr 2002 Berater Heimmitwirkung (Multiplikatorinnen und Multiplikatoren) auf ihre Mittlerrolle vorbereitet. Im Mai 2004 hat sich in Kiel eine LAG Heimmitwirkung (S-H) Interessenvertretung der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gegründet, die den Zusammenhalt der Berater Heimmitwirkung und die jährliche Weiterbildung sicherstellen will. Zweimal im Jahr werden die ausgebildeten Berater Heimmitwirkung an einem zentralen Ort zusammengerufen und über aktuelle Themen aus dem Heimalltag informiert. Denn mit einer einmaligen Schulung der Berater Heimmitwirkung ist es nicht getan: Stillstand ist Rückschritt.

Multiplikatorenausbildung

Die Arbeit ist eine sehr dankbare Aufgabe! Zumal wir ja alle davon profitieren – sei es als Angehöriger oder Freund von Heimbewohnern, sei als selber mal als Heimbewohner.

Besuchen Sie die LAG-Heimmitwirkung Schleswig-Holstein im Internet: http://www.heimmitwirkung-s-h.de/

Ansprechpartner: