Skip to main content

Ministerpräsident Albig verleiht Verdienstorden des Landes an vier engagierte Schleswig-Holsteiner

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Ministerpräsident Torsten Albig vier Persönlichkeiten aus Schleswig-Holstein mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Geehrt wurden Marlis Halft aus Kiel, Gabriele Wachholtz aus Neumünster, Henning Kramer aus Kronshagen und Reinhard Unruh aus Schleswig.

Der Verdienstorden des Landes wurde 2008 erstmals verliehen. Ausgezeichnet werden Frauen und Männer, die sich in herausragender Weise zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt haben.

Marlis Halft leitet seit 2006 das Organisationsteam des Entenrennens in Kiel. Durch den Verkauf von Gummi-Enten kamen bei acht Benefizveranstaltungen insgesamt 491.000 Euro zusammen. Sie ist Koordinatorin und Projektleiterin für die Kieler Lions Clubs und ihrer Jugendorganisation, die sich beim Entenrennen beteiligen. Jährlich gehen 10.000 Enten zum Wettschwimmen auf der Kieler Förde an den Start. Dieses Ereignis hat in ganz Deutschland Nachahmer gefunden. Nirgendwo kommt dabei so viel Geld wie in Kiel zusammen. Außerdem engagiert sich Marlis Halft bei anderen Lions-Aktivitäten wie den Benefizkonzerten mit dem Holtenauer Gospel Chor und dem Punschverkauf zur Weihnachtszeit für bedürftige Menschen.

Gabriele Wachholtz hat durch ihr berufliches Engagement für den Wachholtz-Verlag sowie ihrem ehrenamtlichen Engagement in der Kulturszene in Norddeutschland wichtige Akzente gesetzt. Sie leitete 20 Jahre den Wachholtz-Verlag und machte das Haus damit zum maßgeblichen Regionalverlag des Nordens. In ihrer Heimatstadt Neumünster engagierte sie sich schon früh im kulturellen Bereich. Sie setzte sich für die Gründung des Caspar-von-Saldern-Haus-Vereins und dessen Sanierung ein, war acht Jahre Vorsitzende im Verein zur Förderung der Kunst in Neumünster und initiierte 2007 die Ausstellung "Nordskulptur Licht". Seit zehn Jahren ist sie Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein. Als Kuratoriumsmitglied und seit zehn Jahren als stellvertretende Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Denkmalfonds Schleswig-Holstein fördert sie die Anliegen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes.

Gabriele Wachholtz ist seit zehn Jahren im Vorstand des Freundeskreises Schloss Gottorf und seit vier Jahren dessen Vorsitzende. Sie engagiert sich in der Mitgliederwerbung und organisiert Kulturreisen sowie Atelierbesuche. Als Vertreterin der ehrenamtlichen Kulturvereine ist sie seit diesem Monat Mitglied in der Leitungsgruppe des Kulturdialoges der Landesregierung "Kulturperspektiven Schleswig-Holstein".

Henning Kramer ist seit 2007 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schleswig-Holstein. Er hat die Sanierung des Landesverbandes maßgeblich mit voran gebracht und sich für das Angebot des DRK, die Entwicklung neuer Aufgabenfelder und für die Zusammenarbeit mit den Kreisverbänden, Ortsvereinen und Gemeinschaften des DRK stark gemacht. Er kümmert sich auch um internationale Kontakte: So begleitet er seit 2008 den Jugendaustausch des Jugendrotkreuzes Schleswig-Holstein mit den Rotkreuz-Jugendlichen aus Estland. 2011 hat er einen Partnerschaftsvertrag mit dem Estnischen Roten Kreuz abgeschlossen, der den rechtlichen Rahmen für zahlreiche soziale Aktivitäten bietet, die er initiiert, vorangetrieben und unterstützt hat. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Auslandshilfe. Hennig Kramer hat 15 Hilfsgütertransporte nach Estland, Litauen und Lettland begleitet - in der Regel selbst am Steuer.

Reinhard Unruh ist seit 2009 Landesvorsitzender des Reservistenverbandes. Durch sein Engagement wurde die Bedeutung der Bundeswehr in Schleswig-Holstein und der Reservisten im Norden gestärkt. Er trägt dazu bei, die Rolle und auch das Image der Reservisten in Schleswig-Holstein aufzuwerten. So war er Initiator des "Tages der Reservisten". Mit diesen Veranstaltungen in vier Städten in Schleswig-Holstein präsentierte sich der Reservistenverband der Öffentlichkeit. Wichtig ist Reinhard Unruh auch die zivil-militärische Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein, beispielsweise im Bereich des Katastrophenschutzes. Auf Bundesebene engagiert er sich im erweiterten Präsidium des Verbandes und sucht neue Wege für den Verband in der Arbeitsgemeinschaft "Neuausrichtung".