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Engagiert im Ehrenamt: Vier Schleswig-Holsteiner mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

Professor Dr. Dr. Hans-Peter Blume aus Kiel, Hagen Klindt aus Passade (Kreis Plön), Professor Dr. Bernd Maelicke und George Papaspyratos (beide aus Kiel) sind vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Staatssekretär Dr. Arne Wulff überreichte die Auszeichnungen am 26. März in Kiel. 

Professor Dr. Dr. Hans-Peter Blume aus Kiel ist ein international anerkannter Experte für Bodenkunde. Von 1982 bis zu seiner Emeritierung 1998 lehrte er an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der ehemalige Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft arbeitete dabei auch mit dem Bundestag und der Bundesregierung zusammen. Das Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Universität Kiel ist eng mit seinem Namen verbunden. Durch seine interdisziplinären Kooperationen schaffte Blume es, die rein agrarwissenschaftliche Arbeitsweise der Bodenkunde um den Bereich Ökologie zu erweitern. Auch nach seiner Emeritierung ist er weiterhin wissenschaftlich tätig und verlagerte seinen Forschungsschwerpunkt auf die Geschichte der Bodenkunde. Blume ist Mitglied der Kommission für Geschichte, Philosophie und Soziologie der Bodenkunde der Internationalen Bodenkundlichen Union. Hier kümmert er sich um die Geschichte der Bodenkunde, des Bodenschutzes und der Bodennutzung.

Hagen Klindt engagiert sich seit fast 40 Jahren in der Kommunalpolitik. Seit 1976 ist er Bürgermeister in Passade, seit fast zwei Jahrzehnten Vorsteher des Amtes Probstei. 2000 wurde er Mitglied des Landesvorstandes des Gemeindetages und Vorsitzender des Kreisverbandes Plön. Er ist Mitglied im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss des Landesverbandes, engagiert sich in den Arbeitskreisen "Verwaltungsstrukturreform" und "Zentralörtliches System", im Beirat Integriertes Küstenzonenmanagement sowie im Vorstand des Kommunalen Schadensausgleichs. 2000 gründete er den Tourismusverband Probstei, in dem sich alle 17 Gemeinden des Amtes zusammenschlossen. Unter seinem Vorsitz übernahm der Verband mit einer gemeinsamen Vermarktung eine Vorreiterrolle im Land. Die von ihm gegründete Partnerschaft mit der Gemeinde Eldridge in den USA belebte er mit neuen Ideen, beispielsweise 2008 mit einer deutsch-amerikanischen Plattdeutschkonferenz mit ehemaligen Auswanderern aus der Probstei in Schönberg. 

Professor Dr. Bernd Maelicke aus Kiel gehört bundesweit zu den bekanntesten Experten in den Bereichen Strafvollzug und Straffälligenhilfe. Seit 1969 ist er Dozent an Fachhochschulen und Universitäten sowie Referent auf Tagungen und Kongressen. Von 1990 bis 2005 leitete er die Abteilung Justizvollzug, Soziale Dienste der Justiz, Freiwillige Straffälligenhilfe und Gnadenwesen im schleswig-holsteinischen Justizministerium und hat sich weit über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus engagiert. So stieß er viele Reformen im Strafvollzug an und machte sich für eine parallele Entwicklung der Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie der freien Straffälligenhilfe stark. 

Der Jurist und Sozialwissenschaftler engagierte sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft Straffälligenhilfe und in der Kommission zur Optimierung der ambulanten und stationären Resozialisierung in Hamburg. Im Ruhestand gründete er das Deutsche Institut für Sozialwirtschaft, das seit 2007 seinen Sitz in Kiel. Als Chefredakteur entwickelte er die Zeitschrift "Forum Strafvollzug" zu einer praxisnahen Publikation.

Georges Papaspyratos aus Kiel baute 1984 eine Ringer-Abteilung in der Turn- und Sportvereinigung Gaarden auf. Er kümmert sich seitdem nicht nur um das Training, sondern unterstützt die vielen jugendlichen Vereinsmitglieder mit Migrationshintergrund auch bei Behördengängen und der Lehrstellensuche. Seit 2002 ist er Beisitzer im Vereinsvorstand und nimmt am Projekt des Landessportverbandes "Integration durch Sport" teil. Er ist Präsident und Schulsportbeauftragter im Schleswig-Holsteinischen Ringer-Verband, beratendes Mitglied des Forums für Migranten sowie Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Kiel. 

2007 startete er das Projekt "Fit for Security". Hier werden junge Zuwanderer auf eine Tätigkeit im Sicherheitsgewerbe vorbereitet. Mit seinem Projekt "Prävention im Sport- und Begegnungspark Gaarden" fanden 25 langzeitarbeitslose Frauen und Männer Beschäftigung bei den "Gaarden-Rangers" und beim "Support-Team Gaarden". Sie kümmern sich um die Sicherheit im Sport- und Begegnungspark Gaarden und sind Ansprechpartner für die Bürger.